Umcodieren DRM-geschützter Musik – legal?

Das Umcodieren von DRM-Daten-Müll DRM-geschützter Musik von Napster geht mit Tunebite wie Brötchen backen. Einfach in Tunebite eintragen, wo Napster die herunter geladenen Dateien ablegt und vor dem Schlafen gehen mit zwei Mausclicks automatisch alle neuen Titel in das gewünschte Format konvertieren.

Gut, nun gibt’s ein paar Leute, die sind damals schon nicht zum CD-Verleih gegangen, weil am CD-Rand steht: „Verleih verboten!“ (Aufgepaßt, Opa erzählt vom Krieg! Ja, Ende der 80er bis Anfang der 90er gab’s CD-Verleihe!)

Legal? Illegal? Ikea-Regal? Sch***egal? Natürlich nicht! Aber wer kann denn schon sagen, was legal ist? Beim CD-Verleih war die Rechtslage auch lange unklar. Und es gibt doch keine verbindlichen Regeln, an die sich der Verbraucher z.B. in Sachen Tunebite halten kann, sondern ausschließlich Lobbyisten-Propaganda (z.B. hier, hier und hier) und die schwammigen Gesetze unserer Politiker, die die Arbeit dann den Richtern überlassen. Und bis alle Körbe der Urheberrechtsnovelle durch sind und die dazu geltende Rechtsprechung durch alle Instanzen ist, bin ich wahrscheinlich in Rente.

Ich hätte jedenfalls an tunebite drei Wünsche offen:

1. Checkbox für „Rechner herunterfahren, wenn alles umcodiert ist“
2. Konvertierung in PCM/WAV oder Plugins für andere Formate (z.B. Musepack)
3. Nicht nur ein Zielformat auswählbar (Radio-Button), sondern mehrere Zielformate (checkbox)
Tunebite-Screenshot

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3 Antworten to “Umcodieren DRM-geschützter Musik – legal?”

  1. Mein Notizblog » Blog Archive » Johannes Richard zu Tunebite Says:

    […] Letztens habe ich mich beklagt, dass es keine verbindlichen Regeln gibt, an die sich der Verbraucher in Sachen Tunebite halten kann. PC-Welt schreibt dazu am 11.05.2006: Es gibt zwar keine richterliche Entscheidung zu diesem Thema. Für Rechtsanwalt Johannes Richard handelt es sich hierbei aber um eine rechtlich einwandfreie Privatkopie, die auch durch die Nutzungsbedingungen von Napster nicht ausgeschlossen werden darf. Der Kopierschutz wird nicht geknackt, die Musik wird nur auf einem analogen Umweg über die Soundkarte wieder aufgenommen. Eine Privatkopie dürfen Sie unbeschränkt selbst nutzen und im engsten Freundes- und Familienkreis weitergeben. Für Sparfüchse ist Napster also der ideale Dienst, um innerhalb weniger Tage oder Wochen die eigene Musiksammlung aufzubauen oder zu vervollständigen. Hmmtja, bis auf die Sache mit dem analogen Umweg gefällt mir diese Intepretation ganz gut. Tunebite funktioniert aber auch ohne D/A-Umsetzer. Muß uch das jetzt auch unter Lobbyisten-Propaganda einsortieren? […]

  2. Mein Notizblog » Blog Archive » “Privatkopierer sind Verbrecher” Says:

    […] “Verbraucherzentrale führt Verbraucher in die Irre” wäre auch eine Schlagzeile gewesen, denn diese Internetseite strotzt nicht gerade vor Kompetenz: “Das Recht auf Privatkopie darf nicht durch Kopierschutztechniken beliebig eingeschränkt werden.” Seit wann gibt es ein Recht auf Privatkopie? Wo steht das? Wahrscheilich ist das wieder nur Lobbyisten-Propaganda. Auf die Schlagzeile verzichte ich aber trotzdem, denn ein paar Absätze weiter wird’s dann korrekt formuliert: “Restriktive Geschäftsbedingungen und technische Schutzmaßnahmen beschneiden gesetzlich erlaubte Nutzungen.” […]

  3. cpt-coma Says:

    hallo ist zwar schon ein bissel her der beitrag aber das recht auf privat copie gibt es .
    § 53 I URHG
    Gruß cpt-Coma

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