Kandidaten der Wahl in Rötgesbüttel (Update)

Die Braunschweiger Zeitung hat heute auf Seite „G3“ die Kandidaten der Kommunalwahl in Rötgesbüttel vorgestellt. Update: In der folgenden Zusammenfassung habe ich meine Kommentare und Ergänzungen kursiv dargestellt.

Die Biografie von Dieter Bode (SPD-Bürgermeisterkandidat) ist „kurios“: 1976 bis 1980 war er CDU-Mann; als Kandidat einer Wählergemeinschaft wurde er dann in den Gemeinderat gewählt. Kurz nach der Wahl trat er unter Buuh-Rufen seiner Wähler in die SPD ein. Dieter Bode wurde noch in der laufenden Legislaturperiode zum Bürgermeister. Nun tritt er zwar wieder an, aber sein Nachfolger steht schon vor der Wahl fest: Stefan Konrad.

Dieter Bode hofft auf Wählerstimmen für das, was er in der Vergangenheit geleistet hat:

  • VFL-Heim und
  • Bürgerhalle.

Er wagt trotz der Verschuldung sogar, weitere Ziele anzupeilen:

  • Allgemein-Arzt,
  • Apotheke,
  • B4-Umgehung,
  • Seniorenanlage,
  • Bademöglichkeit,
  • Radweg und
  • Regio-Stadtbahn.

Ich denke, er streut den Wählern mit den vielen Wahlverspreche(r)n Sand in die Augen.

Wenn wir die alten Projekte endlich erfolgreich beendet und mit Leben erfüllt haben und sich durch kreative Ideen ein weiteres Projekt ohne neue Schulden umsetzen läßt, wollen W.i.R. für Rötgesbüttel auch etwas bewegen. Ich kann mich sogar einigen Wünschen von Dieter Bode anschließen. „W.i.R.“ werden in unserer Wählergemeinschaft aber zunächst die finanziellen Szenarien in der Zukunft analysieren und die Projekte mit den Rötgesbüttelern diskutieren, bevor SPD und CDU klammheimlich weiteren finanziellen Abenteuern zustimmen.

André Lohmann (CDU-Bürgermeisterkandidat) hofft, dass die Rötgesbütteler den Führungsstil von Dieter Bode überdrüssig geworden sind. Er ist eher Realist und möchte gleich zwei Gänge zurück schalten. Zweiter CDU-Listenkandidat ist Hermann Schölkmann, der nach Meinung der SPD als Samtgemeinde-Brandmeister vielleicht eher überparteilich sein sollte. (Update: Siehe auch Kommentare.)

Frank Schlimme von unserer Wählergemeinschaft „W.i.R.“ hat gute Chancen auf einen Sitz im Gemeinderat und würde dann bei der Bürgermeisterwahl vielleicht das Zünglein an der Waage. Das bestätigt sogar Dieter Bode. (Ab hier nur noch Ergänzung von mir.)

Die Stimmen unserer Wählergemeinschaft bei der Bürgermeisterwahl machen wir – Sympathien hin oder her – von der Unterstützung in Sachfragen abhängig. Ich erwarte vom neuen Bürgermeister, dass er nicht nur von Transparenz redet, sondern sie auch aktiv unterstützt z.B.:

  • Auf den Gemeinderatsitzungen werden nicht nur Bürgeranfragen gestattet, sondern Projekte werden öffentlich diskutiert.
  • Mehr Transparenz durch öffentliche Sitzungsprotokolle
  • Fragen an den Gemeinderat und die Ausschüsse über ein Diskussionsforum in Internet,
  • Buchungskalender und interaktiver Terminkalender im Internet,
  • Liste von Bürger-Anträgen im Internet mit Status,
  • usw.

Aber zunächst muß auch ich dazu ein Mandat bekommen, und das ist aus mehreren Gründen entscheidend:

  • Erstens hat unsere Wählergemeinschaft erst mit 2 von 13 Sitzen auch wirklich Einflussmöglichkeiten und die Chance auf Mitgliedschaft im Verwaltungsausschuss und
  • zweitens steigen und fallen meine Chancen für ehrenamtliche Internet-Aktivitäten natürlich mit meinem Sitz im Gemeinderat: Denn erst mit dem Informationsfluss und den notwendigen redaktionellen Anstrengungen wird die angestrebte Transparenz erreichbar. Meine Internet-Aktivitäten beschränkten sich aber bisher notgedrungen auf administrative Aufgaben und dieses Weblog. Und Geld für einen Webmaster, der sich auch um die redaktionelle Arbeit kümmert, wird unsere verschuldete Gemeinde kaum übrig haben.

Ich stecke jedenfalls voller Tatendrang und gebe nicht auf. Auf den Folgenden Seiten gibt’s weitere Infos zu

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9 Antworten to “Kandidaten der Wahl in Rötgesbüttel (Update)”

  1. Hermann Says:

    Hallo Torsten
    Das angebotene Du biete ich auch dir an. Da wir uns noch nicht persönlich kennen, oder gerade weil wir uns noch nicht kennen, bitte ich um etwas objektivere Äußerungen zu meiner Person. Dein Listenmitglied Frank ist auch Funktionär, hier des VfL, und hat dadurch wesentlich mehr Berührungspunkte mit der Ortspolitik als ich, der ich als Brandmeister für die gesamte Samtgemeinde wirke. Feuerwehr ist ohnehin eine Einrichtung der SG, die Ortsräte haben darauf keinen Einfluss (zum Leidwesen von Dieter Bode). Somit müsste man zunächst fordern, alle kandidierenden Vereinsfunktionäre kritisch zu beäugen. Dass das Unsinn ist, weiß ich auch! Hier ging es dem SPD-lastigen Reporter Hildebrand darum, bereits jetzt Stimmung gegen mich zu machen. Bode scheint ja die Hosen voll zu haben!
    Gruß
    Hermann

  2. Torsten Crull Says:

    Hallo Hermann,

    danke, Dein Angebot nehme ich gern an. 🙂 Ich habe inzwischen meine Ergänzungen und Kommentare im Blog-Beitrag über kursive Schrift abgesetzt, um sie von den Inhalten aus der Zeitung zu unterscheiden. Ich habe die Formulierung korrigiert; die SPD-Äußerung gehört zu den Inhalten aus der Zeitung .

    Mit Deiner Begründung gebe ich Dir Recht, denn auch ich müßte mich ja zukünftig am gleichen Maßstab messen lassen, falls ich z.B. ehrenamtlicher Internet-Redakteur würde. Gerade jemand in dieser Rolle müßte sich daran messen lassen, wie gut er zwischen Amt und „Partei“ (die W.i.R. ist ja keine echte Partei) unterscheidet.

    Ich finde den Artikel recht ausgewogen. Ich frage mich, wie Du darauf kommst, dass Uwe Hildebrand SPD-lastig ist.

    Gruß
    Torsten

  3. Monika Crull Says:

    Hallo,
    ich möchte auch mal etwas schreiben: Und zwar würde ich es begrüßen, wenn hier in Rötgesbüttel irgendwann mal ein Allgemeinarzt, eine Bademöglichkeit und eine Apotheke entsteht. Aber ich bin der Meinung von Torsten und finde auch, dass das finanzielle Risiko stimmen muss. Ich fänd’s auch besser, wenn die Bürger vorher in die Diskussionen mit einbezogen werden.
    Das war’s dann erst einmal.
    Liebe Grüsse
    Monika

  4. Torsten Crull Says:

    Das war jetzt aber kein Fake, ich sagte zu Monika: „Bitte lesen“ und nicht: „Bitte kommentieren“.

    Da wir im Winter die Bademöglichkreit nicht so dringend benötigen und eine neue Immobilie unverhältnismäßig unseren Haushalt belasten würde, wäre ich erstmal für ein Aquayabadoo in Rötgesbüttel. Wenn das irgendwann aus allen Nähten platzt, können wir uns immer noch steigern.

    Ein Torsten-Crull-Gedächtnis-Bad brauchen wir nun wirklich nicht. 😉

  5. Kurt Says:

    Jetzt dreht hier man nicht ganz ab 😉 Eine wie auch immer geartete Wasseranlage ist mit Risiken und Folgekosten verbunden, die einen Kosten deckenden Betrieb NIE – auch nicht für weitaus größere Kommunen erlauben. Also Finger von lassen. Wir hatten übrigens vor ca. 25 Jahren ein Top-Freibad in Meine, das auch geschlossen wurde.
    Zu den anderen Dingen: Markt ist, wenn Unternehmer (oder Ärzte/ Apotheker) einen Bedarf in Rötgesbüttel ausmachen, keine Konkurrenz vorfinden und dann hier investieren.
    Aber mal ganz ehrlich, sind wir hier nicht ein wenig zu klein. Und glauben wir wirklich, Rötgesbüttel müsse deshalb größer werden. Eigenheimzulagen entfallen, Pendlerpauschale fällt weg, in Wolfsburg Stadt kostet der Quadratmeter Bauland weniger als im Ostfeld. Reicht es nicht, Rötgesbüttel in der Größe zu belassen. Glauben wir wirklich, hier kommen noch sooo viele Neubürger wie in der Vergangenheit?
    Ist es nicht wichtiger, die Anbindung an die Zentren zu fördern wo schon vier Ärzte sind und zwei Apotheken sind. Dafür ist Meine qua Bestimmung da!
    Ich sage: Konsolidierung ist jetzt das Wichtige!

  6. Torsten Crull Says:

    Volkswagen baut kräftig den Personalbedarf ab, und das betrifft auch die Zulierferer und Consulter in der Umgebung. Ich glaube auch nicht, dass wir auf eine nennenswerte Vergrößerung der Einwohnerzahl setzen sollten.

    Kurt, mit der Regiobahn würde die Anbindung an die Zentren gefördert. Ist das genau das, was Du meinst? Oder hast Du noch andere Gedanken dabei?

    Also: 100% Zustimmung. Dazu noch der Satz aus unserem Flyer:

    „WiR versprechen eine transparente Demokratie, bei der Sie sich – wo immer es sinnvoll und möglich ist – an den Entscheidungsfindungen beteiligen können! Ohne soliden Haushalt machen wir darüber hinaus keine teuren Wahlversprechen.“

  7. Kurt Says:

    Ich meine schon die Regionalstadtbahn, von der Rötgesbüttel am allermeisten profitiert. Transportiert sie doch gerade auch ältere Menschen ohne Auto. Klar super und Muss sein. Wenn die Mittel nicht reichen, vielleicht ein wenig weniger protzig mit Super Terminals und riesiegen Park-and-ride Anlagen. Entscheidend ist eine Ausweichstelle in Meine, um einen kurzen Takt hinzubekommen. Und bitte bis in die späten Abendstunden um auch mal Kultur erleben zu können.
    Ich meine aber noch mehr. Anbindungen in Ost-West Richtung muss auch sein: Nach Wolfsburg kommste heute zu vertretbaren Aufwand nur mit dem Auto. Bus-Zug Kombinationen taugen alle nicht.
    Rötgesbüttel ist nun mal ein Pendler-Dorf und wird es auch bleiben. Man muss nicht alles im Ort haben. Wir sind eh dauernd unterwegs.
    Also mach ein wenig mit Augenmaß und Blick auf die Gelder Politik dafür. Mögent ihr beiden vielleicht zukünftig dabei sein. Leicht wirds aber nicht!
    Kurt

  8. Torsten Crull Says:

    Zu „Nach Wolfsburg kommste heute zu vertretbaren Aufwand nur mit dem Auto.“ Meinst Du die Innenstadt oder das VW-Werk?

    Mit der Linie 157 (s.u.) bist Du in etwa ’ner halben Stunde in der F&E. Der Bus müßte nur etwas häufiger fahren.

    Grundsätzlich sind die Anbindungen in Ost-West Richtung doch ein Punkt, der sich durch Angebot und Nachfrage selbst regeln sollte. Oder kann der Gemeinderat hier helfen?

    Buslinien unter:
    http://www.vrb-online.de/barrierefrei/inhalt/fahrplan100.php

  9. Mein Notizblog » Blog Archive » Webworking Says:

    […] In den letzten Stunden ist hier viel passiert: Ich habe eine Kopie des Artikels von Uwe Hildebrandt (Braunschweiger Zeitung vom 26.07.2006, Seite “G3″) veröffentlicht, Hermann hat’s kommentiert, ich habe geantwortet und meine Frau hat auch noch ihren Senf dazu gegeben. So funktioniert Webworking, und so lebe ich die Transparenz (Durchschaubarkeit) , die ich meine. Leider habe ich von Herrn Hildebrandt noch keine Bestätigung, dass ich die Kopie ohne Angst vor Abmahnungen veröffentlichen darf, aber das Risiko gehört wohl leider dazu. […]

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