DRM sperrt Kultur in technischen Geräten ein (Update)

Der Wunsch: «Wir wollen den gleichen Schutz für geistiges Eigentum wie für natürliches Eigentum», klingt geradezu selbstverständlich. Das geistige Eigentum wurde aber zur Förderung von Kreativität geschaffen und muss deswegen anders betrachtet werden als materieller Besitz.

DRM ist eine Problemlösung, die selber eine Reihe grösserer Probleme schafft. Die Auswirkungen sind dieselben, wie wenn Sie das Gift DDT gegen Unkraut spritzen: Das Unkraut ist garantiert tot – aber zugleich haben Sie einen Haufen ekliger Umweltprobleme.

Lawrence Lessig (45) ist Professor für Recht an der Stanford University in Kalifornien und rät deshalb: Das Copyright stärken, wo es nötig ist und Nutzen bringt, indem es für die Schöpfer einen materiellen Wert garantiert und damit die Schaffung von Kultur fördert; gleichzeitig sollte es aber überall dort entfernt werden, wo es unnötig ist, wo es keinen Nutzen bringt, wo es nur noch verhindert, dass andere auf Kultur aufbauen oder Geschichte bewahren und erforschen.

Update: Malcolm Garrett sagt dazu: „Wahre Erfindung ist nur ein Mythos. Alle Kunst ist Diebstahl – ohne Bezug auf Vergangenes kann nichts geschaffen werden.“ und Gulli: „DRM verhindert nur eins: Käufer!“

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