Ein neuer PC für unser Gemeindebüro

Wir benötigen ein neuen PC für unser Gemeindebüro. Ich habe schon einige PCs selbst aus Einzelkomponenten zusammengestellt und ich habe gelernt, dass man sich immer neu informieren muß, denn die Technik verändert sich sehr schnell. Anhand der aktuellen c’t (hier ein Auszug) fiel mir das sehr leicht, denn wer einen leisen PC für Alltagsaufgaben sucht, sollte sich einfach an den AMD-Bauvorschlag der c’t halten. Preiswerte Angebote findet man z.B. hier.

Prozessor und Energieverbrauch: Dümpelt der PC oft im Idle-Modus herum, weil er Beispielsweise nur als Schreibmaschine, Surf-Station, Fax-Empfänger oder Fileserver dient, können AMD-Rechner dank niedriger Ruheleistung gegenüber Rechnern mit Intel-Prozessor punkten.

Ein Dell E520 verbraucht z.B. allein im Ruhebetrieb schon 83W und der Strom kostet somit ca. 4 bis 35 Euro pro Jahr mehr als beim AMD-Bauvorschlag der c’t – je nachdem ob der PC selten oder ständig läuft.

Außerdem sind leise PCs stromsparend sogar preiswerter, denn beim c’t-AMD-Bauvorschlag genügt sogar ein preiswerter Arctic Cooling 64 Pro oder der billige Kühler, der mit der Box-Version der CPU geliefert wird.

Wenn wir auf Rechenleistung verzichten können, reicht ein AMD Sempron oder Athlon-64-Einzelkern. Für den mittleren Energiebedarf ist eher die Leistungsaufnahme bei ruhendem Desktop interessant. Bei geringen Preisunterschieden ist trotzdem die EE-Variante zu bevorzugen. Um Zukunftssicher zu sein, muß der Prozessor 64 Bit oder SSE2 unterstützen.

Ein Doppeklern-Prozessor fühlt sich bei vielen Einsatzszenarien übrigens subjektiv flotter an, insbesondere wenn der PC im Hintergrund als Fileserver dient oder gerade ein Backup macht. Doppeklern-Prozessoren haben selbst beim Stromverbrauch kaum Nachteile und sind nur wenig teurer.

Chipsatz und Board: Für stromsparende Onboard-Grafik die DirectX-9 und damit Vista-kompatibel ist, sollte man einen GeForce 6150-Chipsatz von Nvidia nehmen. Allerdings würde allein der Aero-Desktop bei Windows Vista bei 1024×768 schon 128MByte fordern.

Das Asus M2NPV-VM besitzt DVI- und Firewire-Anschluss. Letzterer ist z.B. für externe Backup-Festplatten vorteilhaft. Da der Nvidia-Chipsatz sogar bei eSATA Hot-Plug-fähig ist, kann man auf Firewire verzichten und zum M2NPV-MX greifen. Halbleiter sollten sich nicht auf 80° aufheizen. Ich empfehle daher einen Zusatzlüfter für die GeForce 6150-Northbridge. Für gute DVD-Laufwerke wird derzeit noch ein IDE-Kanal benötigt.

Arbeitsspeicher: Nichts beremst den Rechner mehr aus als Daten, die auf die Festplatte ausgelagert werden müssen. Da das Nachrüsten durch Lieferschwierigkeiten identischer Bausteine und Inkompatibilitäten unterschiedlicher Chips oft zur Herausforderung wird, geht man lieber „auf Nummer Sicher“ und nimmt mit 1GiB RAM.

Festplatten und Backups: Eine schnelle Festplatte trägt erheblich dazu bei, dass sich ein PC flott anfühlt. PMR-Festplatten sind daher die erste Wahl, z.B. die Barracuda 7200.10-Serie.

RAIDs verlagern den Point-of-Failure nur von der Festplatte zum Mainboard. Außerdem funktioniert S.M.A.R.T. bei RAIDs nur eingeschränkt.

Regelmäßige Spiegelungen auf externe USB-, Firewire- oder eSATA-Festplatten bzw. auf ein geschütztes Netzwerk-Share in einem Zweitrechner sind deutlich sinnvoller. Letzteres hat den Vorteil, dass das Backup regelmäßig, automatisch und unbemerkt im Hintergrund laufen kann. Sporadische boot-fähige Backups auf DVD-RAMs, z.B. mit Acronis TrueImage10 runden das Backup-Konzept ab.

DVD: Für Backups sollte man wegen der besseren Haltbarkeit DVD-RAMs verwenden. Bei DVD-Laufwerken empfiehlt die c’t daher z.B. die aktuellen NEC/Sony-Laufwerke.

Software: Für Selbstbau-PCs gibt es von Microsoft das Betriebssystem „Windows XP Professional System-Builder“, für das Microsoft seine Unterstützung mit Patches bis zum Jahr 2014 verspricht. Weiterhin benötigen wir: Microsoft® Office Small Business Edition 2003 und von Kai Müller bekam ich noch folgende Tipps: Acronis TrueImage10 Home und GData Internet Security2007.

Gehäuse: Ein Netzteil sollte so leise und Effizient sein wie z.B. das S12-380HB von Seasonic. Ein No-Vibes-Rahmen für die Festplatte macht das System um 0,8 bis 2,3 Sone leiser und kostet ca. 25 Euro.

Bildschirm: Für Texte und zum surfen im Internet bevorzugt man im Gegensatz zur Bildbearbeitung größere Bildschirm-Pixel mit ca. 86dpi. Der Helligkeitsregler darf ausschließlich die Intensität der Hintergrundbeleuchtung bestimmen. Auf keinen Fall darf der Kontrastregler sowohl die Helligkeit als auch den Schwarzpegel verändern. Für Textverarbeitung reichen preisgünstige TN-Displays aus. Da diese selbst bei großen Formaten in den Ecken nicht zur Abdunklung neigen, ist die Ersparnis gut in eine größere Bilddiagonale investiert.

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