Dieter Bode kann das so nicht mehr mittragen

Unser Ex-Bürgermeister Dieter Bode kritisiert, dass die Rötgesbütteler Fraktionen CDU, SPD und WiR nicht vertrauensvoll und konstruktiv zusammengearbeitet haben (hier lesen). Den Eindruck hatte ich ja auch schon (siehe „Gemeinsame Fraktionssitzungen mit allen Fraktionen“).

Nun habe ich die Hoffnung, dass nach Dieter Bodes Rücktritt ein Ruck durch den Gemeinderat geht und sich die Zusammenarbeit verbessert. Dann hätte dieser Verlust zumindest noch etwas gutes.

Dieters Angriff gegen die WiR kann ich nicht nachvollziehen: Ich allein könnte doch gegen die CDU-Fraktion gar nichts ausrichten. Da würde ja der Schwanz mit dem Hund wedeln! Aber einen Versuch wäre es Wert, das habe ich nun gelernt: Verhandlungen über einen Koalitionsvertrag sind vielleicht doch nicht so abwegig, wie ich anfangs als Gemeinderats-Greenhorn mal dachte.

Zum Schießheimumbau stellt Stefan Konrad fest, dass Bauliche Alternativen nicht ernsthaft geprüft wurden. Und tatsächlich waren die meisten Ratsmitglieder sprachlos, als ein Rötgesbütteler Bürger in der Einwohnerfragestunde fragte, ob die Architekten auch eine gemeinsame Lösung für den Teenie-Club und das Schießheim prüfen sollten. Dazu hatte nämlich keiner der Architekten einen Auftrag. Um den Bogen nicht zu überspannen, habe ich dazu lieber nichts gesagt, denn ich befürchte, ich bei der CDU-Fraktion eh schon in die Schublade „nörgelder Querulant“ einsortiert.

Zwischen einer einfachen Lösung aus Waffenschrank und Notausgang für vielleicht 10T€ und der nun beschlossenen Variante für 100T€ hätte es sicher mehr als eine Alternative gegeben, vielleicht sogar welche mit Synergien zum Teenie-Club-Problem. Aber sie wurden nicht diskutiert, das hatte ich bereits beim Ärztehaus kritisiert (lesen).

Und auch im Gegenatrag zum Ärztehaus (hier zu lesen) habe ich darauf hingewiesen, dass es noch viele offene Fragen und ungeprüfte Alternativen gibt.

In jedem billigen Seminar zur Entscheidungsfindung (lesen!) lernt man, zunächst kreativ zu werden, und erst dann systematisch Alternativen zu verwerfen. Insofern sehe auch ich „handwerkliche Unzulänglichkeiten“ in dieser Legislaturperiode.

Dieter Bode mußte aufgeben. Ich gebe noch nicht auf.

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