Wise Guys

„Guten Abend meine Damen und Herren – Herzlich Willkommen an Bord des Fluges F – R – E – I – Null – Acht – Kurzprogramm mit den Wise Guys.“ ertönt eine Stimme aus dem Off. „Stellen Sie bitte das Rauchen ein und lächeln Sie.“ Drogen, Waffen oder Sprengstoff sollen beim Personal abgegeben werden: „Wir brauchen das Geld.“

Dann betreten die fünf Wise Guys die ansonsten fast leere Bühne. Nur zwei Stehtische mit Barhocker stehen dort und am Rand zwei Moving Heads („Wackellampen“) und Lautsprecher-Boxen – aber kein Schlagzeug, keine anderen Instrumente und nicht einmal Mikrofonständer: Die Wise Guys singen wirklich a capella und sie benutzen Nackenbügel-Mikrofone.

„Wir sind wieder da, jetzt geht’s endlich los“, so eröffnen die fünf Kölner ihr Konzert.

Bereits im Jahr 2007 spielten sie im kleineren Congressaal der Stadthalle. Dieses Jahr war sogar der große Saal mit 2300 Sitzplätzen ausverkauft. Schon am 28. März 2009 werden sie daher wieder in Braunschweig sein, dann aber mit Nils Olfert aus Kiel, der bis dahin Clemens Tewinkel ersetzt haben wird.

Clemens wird die Wise Guys zum Jahresende verlassen. Er möchte einen anderen Beruf ausüben, bzw. „überhaupt mal einen richtigen Beruf ausüben“.

Deshalb darf Clemens auf seinen letzten Konzerten auch etwas mehr singen als sonst. Eines seiner Highlights ist „Nur für Dich“: Erst sieht er aus wie ein begossener Pudel, dann verwandelt er sich quasi in Don Juan.

Dafür bekommt Clemens von seinen weiblichen Fans kleine Kuscheltierchen mit Briefumschlag auf die Bühne geworfen. Er liest mit einem Schmunzeln im Gesicht die Briefchen, verrät aber nichts. Ob er am Abend im Mercure Atrium auf Zimmer 123 wohl noch Besuch bekommen hat?

Als wenn Clemens Physik studiert hätte, erklärt er die Kernfusion in der Sonne: Die Sonne ist ein schwarzer Strahler, der auf der Erde für Leben sorgt: Es folgt: „Sonnenschein“

Wenn die Wise Guys auf Tour sind, achten sie auf den Autobahnraststätten offenbar sehr auf Details, die sonst kaum einem auffallen. Dän (Daniel Dickopf) nimmt die Firma Sanifair aufs Korn. Das sind die, die 50 Cent pro Autobahnpinkler verlangt. Sie macht Werbung für ein Mittel gegen Harndrang und ein Internetportal, das einem hilft, das Auto zu verkaufen. Ist das unlogisch?

Zum Titel „Sing mal wieder!“ schafft der „Mitmach-Heini der Band“, Eddi (Edzard Hüneke) es, das Publikum nach einigen Aufwärm-Übungen zum mitsingen zu begeistern. Ein bisschen erinnerte das an die entsprechende Szene im Film „Blues Brothers“.

In der Zugabe gibt es als weiteres Highlight „Schliller“ (der schreibt so schrecklich kompliziert), als Deutsche Version von Michael Jacksons „Thriller“.

Den erfahrenen Fans ist danach klar, dass nun Schluss ist: Das Publikum stimmt „Ich bin Dein Ohrwurm“ an und lockt die Wise Guys noch einmal zum letzten Titel auf die Bühne. Viele gehen mit diesem Ohrwurm, nach Hause, aber einige bleiben noch eine Zeit lang und werden belohnt: Was ist die Steigerung von a capella? Die Wise Guys singen unplugged noch eine weitere Zugabe im Vorraum: Den Wet Wet Wet-Titel „Love Is All Around“. Und zum Abschluss gibt’s sogar noch Autogramme und gemeinsame Fotos mit den Fans.

Wer diesmal nicht dabei sein konnte oder das Quintett im nächsten Jahr noch mal erleben möchte, sollte sich rechtzeitig die Karten für den 28. März 2009 sichern.

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