Teenie-Club und Bahnhof

Vor etwa zwei Jahren begann die heiße Phase der Diskussion über Ärztehaus, Teenie-Club und Bahnhofsumbau.

Die Situation

Inzwischen gibt es erste Erfolge: Das Ärztehaus ist in Betrieb und eine Kinderkrippe rückt schon in greifbare Nähe. Hier der Entwurf eines Krippen-Anbaus:

Krippe

Über Sporthalle, altersgerechtes Wohnen, Teenie-Club, einen Kiosk im Bahnhof, eine Apotheke usw. wird derzeit munter weiter diskutiert. Ich fragte im Mai 2008 rhetorisch: „Strategie und Ortsplanung? Haben wir so was?“

Strategie und Ortsplanung

Inzwischen wurde beschlossen, ein Planungsbüro zu beauftragen, einen Dorfentwicklungsplan zu erstellen. Wenn das Planungsergebnis zu gebrauchen ist, können wir hoffentlich bald sagen: „Strategie und Ortsplanung? Klar, haben wir!“

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass so ein Ergebnis nur dann brauchbar ist, wenn es im Rahmen der Beauftragung eine saubere Auftragsklärung gibt. Andere Gemeinden haben das auch schon versucht, aber dort wurde der Dorfentwicklungsplan anschließend in eine dunkle Ecke gelegt und fast alles wurde anders gemacht. Wir dürfen diesen Fehler nicht wiederholen.

Teenie-Club und Bahnhof

Auf der letzten JSS-Ausschusssitzung wurde befürwortet, den Teenie-Club in den Krippenanbau zu integrieren (Entwurf siehe Bild). Den Gedanken finde ich grundsätzlich gut, allerdings müsste so eine Entscheidung für mich in die Strategie und Ortsplanung passen; und ob man dabei statt in die Breite besser in die Höhe baut, ist für mich noch zu diskutieren. Solange wir nicht wissen, wie es mit dem Bahnhofsgebäude weiter gehen soll, habe ich Schwierigkeiten damit, den Bau weiterer Gebäudeflächen zu beschließen, die dann zusätzliche Unterhaltskosten bedeuten würden.

Einen neuen Raum für den Club stellt man nicht von Heute auf Morgen zur Verfügung, daher hatte ich damals gesagt, wir sollten Wohncontainer aufstellen, in den die Teenies z.B. den Kicker und weiteres Mobiliar auslagern können, um vorübergehend Platz zu gewinnen. Damit, dass der Container nun nach zwei Jahren immer noch sinnvoll gewesen wäre, hätte ich damals allerdings nicht gerechnet.

Volksbefragung

Inzwischen hört man in Rötgesbüttel auch häufiger den Ausruf: „Abreißen, einfach abreißen, den alten Bahnhof!“ Der Grundgedanke einer Befragung der Rötgesbütteler wurde von der SPD kürzlich mal mit gelben Zetteln inszeniert. Der § 22 d der NGO sieht tatsächlich eine Bürgerbefragung vor. Vielleicht wäre es gar nicht schlecht, so eine Befragung mal ordentlich durchzuführen. Für den Fall, dass eine Mehrheit für den Abriss wäre, hätten wir ein Problem weniger. Die Dachsanierung für etwa 80T€ könnten wir uns dann nämlich sparen und wir hätten auch keine ungenutzte Fläche zu viel.

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Eine Antwort to “Teenie-Club und Bahnhof”

  1. Stefan Konrad Says:

    Teenietreff und Bahnhof.

    Lange Diskussionen müssen manchmal sein, sie nützen allerdings nur, wenn jeder Beteiligte auch bereit ist, seinen Standpunkt zu überprüfen.

    Als vor Jahre ein Großkomplex Arztehaus-Bahnhof geplant wurde, ist die Gemeinde damit mächtig auf die nase gefallen. Damals stimmte ich und auch meine Fraktion einer kleinen Umbaulösung zu, die eine Mehrwert für die Gemeinde hätte darstellen können:
    Das Erdgeschoss bleibt frei für einen Kiosk o.ä. wenn die Regiobahn fährt.
    Das 1. OG sollte der BGM mit Sekretariat beziehen.
    Das 2. OG sollte den Sitzungsraum beherbergen.
    Damit all dies barrierefrei zugänglich ist und genügend Platz in den jeweiligen Etagen entsteht, sollte ein externes Treppenhaus mit Lift außen an das Gebäude angebaut werden.
    Leider hatte sich der Architekt wieder verhauen, sodass nun eine Minimallösung gebaut werden soll bei der der BGM ins Erdgeschoss zieht und der Sitzungsraum in den ersten Stock kommen soll.
    Allerdings soll das alte Treppenhaus erhalten bleiben, sodaß die Grundfläche klein bleibt und ein barrierefreier Zugang zum 1.OG nicht gegeben ist. Somit bleiben gehbehinderte Mitbürgerin/en zukünftig von der Teilnahme an Sitzungen dort ausgeschlossen und somit auch von der Teilhame am politischen Entscheidungsfindungsprozess.
    Sinnvoller ist es, von den 200.000 €, die für Schmalspurlösung Bahnhofsumbau vorgesehen sind, 100.000 € für den Neubau eines Teenietreffs an die neue Krippe auszugeben, wie es bei der oben dargestellten Krippenskizze (rechts) bereits ersichtlich ist.
    Nach intensiver Diskussion mit dem Architekten und allen Beteiligten hat der zuständige Fachausschuss diesen Plan bereits für gut befunden.
    Da die Krippe bereits dieses Jahr gebaut werden soll, ließe sich in diesem Zuge auch der Teenietreff mit´fertigstellen, sodass Frau Hauptmann mit ihren Schützlingen keinen weiteren Winter in ihrem jetzigen winzigen Raum verbringen müsste.
    Für die restlichen 100.000 € ließen sich die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen im Gemeindebüro und im/am Bahnhof durchführen und müsste nicht auch noch den letzten Mieter vergraulen.
    Würde man in die Wohnqualtäöt des 1.OG investrieren, so könnte auch ein weiterer Mieter wieder einziehen, sodass die Gemeinde darüber auch Einnahmen generieren würde.
    Bitte helfen Sie alle mit, das zukunftsorientioerte Projekt Teenietreff-Anbau in die Tat umzusetzen. – Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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