Kündigung bei 1&1 für schnelleres DSL (Update)

Nun, wo bei uns in Rötgesbüttel endlich annehmbare DSL-Geschwindikeiten verfügbar sind, möchte ich davon natürlich auch profitieren. Die Telekom bietet die neu gelegten 16MBit an.

Eine Anfrage bei 1&1 im September ergab, dass 1&1 mir kein schnelleres DSL bieten könne und der Telekom auch nicht erlauben würde, bei mir einen Anschluß zu legen. Ich hätte schließlich einen Vertrag bis zum März 2012, und 1&1 wird die Leitung daher nicht freigeben, so die telefonische Auskunft. Nennt man das Knebelvertrag?

Update vom 18.01.2012: 1&1 bestätigt per E-Mail:

„Eine Portfreigabe Ihres Anschlusses erfolgt nach Kündigung des Vertrages (zum 21.03.2012). Bitte beachten Sie, dass dies 7-10 Werktage beanspruchen kann. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihrem Wunsch nach einer frühzeitigen Portfreigabe nicht nachkommen können.“


Ich muss also abwarten und Kündigen, was ich zunächst per E-Mail probierte. Mir wurde mitgeteilt: „Damit wir Ihre Kündigung zügig für Sie bearbeiten können, benötigen wir Ihre eigenhändige Unterschrift.“

Man könnte ja annehmen, es sei genauso einfach einen Vertrag zu kündigen, wie einen abzuschließen; aber dem ist natürlich nicht so; ein Schelm, wer böses dabei denkt. Mich erinnert das an meinen Kündigungsdialog mit Napster. Abschließen konnte ich den Vertrag mit 1&1 auch ohne Unterschrift. Zum kündigen wurde ich zunächst aufgefordert, einem Assistenten auf der Internetseite zu folgen.

    Der Assistent

Er bot mir endlich die Möglichlkeit, meine Unzufriedenheit zu präzisieren. Nachdem die Service-Hotline schon kein Interesse an meinen Beweggründen hatte, wäre ich ja bereit gewesen, die gestellten Fragen zu beantworten; aber irgendwann kamen völlig unzutreffende Antwortmöglichkeiten und irgendeine davon hätte ich ankreuzen müssen, um weiter zu kommen. So machte die Kundenbefragung keinen Sinn.

Beim Assistenten bin ich die von 1&1 gewünschte Unterschrift noch nicht los geworden: „Bitte rufen Sie … unser Serviceteam … an und teilen Sie die oben genannte Vorgangsnummer mit. Unser Serviceteam wird Ihnen umgehend den Kündigungsvordruck freischalten. Drucken Sie den Kündigungsvordruck dann aus und senden Sie ihn unterschrieben an die angegebene Faxnummer.“ Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht.

Am nächsten Tag hat nach sechs Minuten Warteschleifenmusik das Serviceteam auch mein Kündigungsvordruck freischaltet. Auf der Downloadseite stand: „Die Kündigung ist nur gültig, wenn alle Formulare zu diesem Kündigungsauftrag eingetroffen sind.“ Im Gegensatz dazu wurde mir per Mail mitgeteilt: „Selbstverständlich können Sie auch ein formloses Kündigungsschreiben einreichen.“ Also was denn nun? Und was macht man, wenn der Drucker nicht funktioniert?

Da ich mit Vodafone schon ärger hatte, weil die mein Fax angeblich nicht bekommen haben und Vodafone meine Sendebestätigung nicht anerkennen wollte, habe ich also ein formloses Einschreiben verschickt.

Diese Faxnummer hat nicht funktioniert, aber auf dem Kündigungsvordruck war die richtige Fax-Nummer angegeben. Um auf Nummer Sicher zu gehen, habe ich damit zusätzlich sowohl per Aboalarm als auch direkt mit dem unterschriebenen und wieder eingescannten Kündigungsvordruck gekündigt.

Eine der Kündigungen wird nun hoffentllich anerkannt und hoffentlich habe ich im März endlich DSL mit 16 MBit.

Irgenwann wird es hoffentlich eine Gesetzesänderung oder eine entsprechende Rechtsprechung geben, dass in einem solchen Fall auch ein vorzeitiger Wechsel des Anbieters möglich sein muß. Vielleicht läßt sich 1&1 ja auch jetzt schon vorher erweichen.

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3 Antworten to “Kündigung bei 1&1 für schnelleres DSL (Update)”

  1. EinAndererKunde Says:

    Danke, dafür steht jetzt bei Aboalarm die richtige Faxnummer 07219608003 drin.

  2. Torsten Crull Says:

    Ja, einfach rechtzeitig dorthin faxen, macht vieles einfacher.

  3. Wolfgang Says:

    Die Bereitstellung und Kündigungs-Problematiken sind mir selbst auch ein Dorn im Auge, obwohl ich immer noch bei 1&1 bin. Teilweise werden direkt Zusatzoptionen verbucht – vollautomatisch – bevor die Packet-Internen Komponenten überhaupt angebraucht werden. Das zu vermeiden ist ein halber (meiner Ansicht nach absichtlicher) Irrgarten, in dem man dennoch in das ein oder andere Fettnäpfchen tritt. Das Wort einfach und kundenfreundlich denke ich ist an dieser Stelle eher eine Worthülse.

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